Mehrere Jahrzehnte war ich in leitenden Funktionen unterwegs. Hierbei habe ich mich einer Fülle von Aufgaben und Projekten stellen dürfen (und müssen).
Viele dieser Aufgaben und Projekte wurden gut gemeistert, einige weniger gut, einige nicht.
Aus allen habe ich gelernt.
Sehr viel mehr habe ich während dieser Tätigkeiten im Aufeinandertreffen mit den Mitmenschen und Kollegen gelernt.
Meine generelle Neugier und meine generelle Lust auf Qualitäten haben mir geholfen, meine Beobachtungsgabe zu schulen und auf Kleinigkeiten zu achten.
Mein Beobachten und einiges an verbalem und neugierigem Austausch in Alltagssituationen halfen mir, verborgene Eigenschaften meiner Kollegen zu entdecken.
Daraus entwickelte sich mein Ehrgeiz, Menschen in Teams so zusammen zu bringen, dass sie ihre Fähigkeiten und Neigungen bestmöglich für ein Ziel einsetzen können.
Eine große Menge hängt hier davon ab, ob es gelingt, die Kollegen zu motivieren und dann zur Selbstmotivation anzustiften.
Manchmal gelang dies gut, manchmal nicht ganz so gut, manchmal nicht.
Immer habe ich daraus gelernt.
Meine Erfahrungen aus Gesprächen, Schulungen, Vorträgen, Beratungen und aus dem Projektleben selbst habe ich mit einem ehemaligen Kollegen in wunderbar intensiven Gesprächen sortiert und wir
haben unsere Ergebnisse niedergeschrieben.
Sie sind keineswegs düster.
Heute wissen wir eben sehr viel besser, was wir früher mal gerne gewusst hätten. So ist es.
Meine Neugier und meine generelle Lust auf Qualität werden mich weiter begleiten.
Reisen und Kunst, die Freude an Literatur, Sprache und Sprachen nehmen heute mehr Platz ein und schärfen andere Sinne.
Gelegentlich schreibe ich über spezielle Aspekte einer Reise oder skizziere zwischenmenschliche Verworrenheiten.
Aufmerksam und achtsam durch das Leben zu gehen, Neues wahrzunehmen und zuzulassen ist für mich eine wichtige Lebenseinstellung.
Und natürlich ist der Spaß an Projektarbeit geblieben, die Mitarbeit bei dem Projekt „ Zeitgemäßes Licht in unserer alten denkmalgeschützten Kirche“, die Mitarbeit bei der Bauleitung „Rekonstruktion des denkmalgeschützten Gemeindehauses“ waren tolle Erlebnisse.
Projektarbeit im Ehrenamt, mit anderen Ehrenamtlichen ist ein freudiges Erlebnis mit Anderen, die für ein gemeinsames Ziel eintreten.
Die Freude an menschlichen Kontakten und Gemeinsamkeiten ist immer noch eine Nahrungsquelle für mich und wird dies sicher bleiben.
Ich berate zukünftig weiter gern in Projektfragen, entweder wenn ich gefragt werde, manchmal auch ungefragt.
Darüber hinaus versuche ich mich im Anbau von Walnüssen, das ist relatives Neuland und einige Rückschläge sind noch zu beklagen.
Aber auch auf diesem Gebiet werde ich eines Tages wissen, was ich heute schon gerne wüsste.
Dranbleiben ist der Schlüssel.
Habe ich gelernt.
Wie man unschwer dem vorangehenden Text entnehmen kann, habe ich mich aus dem regelmäßigen Arbeitsleben zurückgezogen und übe mich aktiv im Genießen.
Seit dem Jahr 2000 leben wir im Alten Land bei Hamburg, der Heimat meiner Gattin.
Hier sind dann auch unsere beiden Töchter aufgewachsen, die mittlerweile ihren eigenen Werteordnungen entwickelt haben und weiter entwickeln werden.
Alles gut also.
